Zum Thema

15-20% aller Menschen gelten als hochsensibel. Sie haben die angeborene Fähigkeit, Reize intensiver und detaillierter aufzunehmen und diese auch im Gehirn tiefer und gründlicher zu verarbeiten als andere Menschen. Zur Gruppe der Introvertierten zählt die überwiegende Mehrheit der Hochsensiblen. Sie brauchen Zeit und passende Rahmenbedingungen, um sich auf eine (neue) Situation einstellen zu können. Gerne verbringen sie Zeit mit sich oder in Kleingruppen. Dagegen suchen extrovertierte Hochsensible nach neuen Eindrücken und Impulsen und blühen in Gesellschaft anderer regelrecht auf.

Es gibt nicht „den“ hochsensiblen Menschen. Das Persönlichkeitsmerkmal Hochsensibilität zeigt sich sehr individuell.

Für hochsensible Menschen und ihre Angehörigen ist es eine Herausforderung, den hochsensiblen Anteil gut „kennenzulernen“ und den Lebensalltag entsprechend zu gestalten. Ziel ist es, dass hochsensible Menschen die Sensibilität als positiven Lebensaspekt und als eine besondere Stärke erleben.

Die vielfältigen Anforderungen des Alltags, häufiges Unverständnis „der Anderen“ wie auch eigene hohe Ansprüche (bereits bei Kindern) führen immer wieder dazu, dass Hochsensibilität als Belastung erlebt wird, nicht nur von den Betroffenen selbst, sondern auch von ihren Angehörigen und anderen Wegbegleiter*innen.