Gut ankommen!

La rentrée – die Rückkehr – in Frankreich wird um das Nach-Hause-Kommen aus dem Urlaub und dem Wieder-im-Alltag-Ankommen ein großer Wirbel gemacht. Auf allen Medien dreht es sich um „la rentrée“. Das kennen wir in dieser Intensität so in Deutschland nicht. Ich denke, unser hochsensibler Anteil würde unseren französischen Nachbarn durchaus Recht geben:  Dieser Übergang hin zur Alltagswelt verdient es, bewusst gestaltet zu werden.

Ich möchte Euch daher alle ermutigen, ob gemeinsam mit der Familie oder für sich selbst, die schönen Momente der Ferien noch einmal zu feiern. Vielleicht bei einem schönen Essen, das Erinnerungen geschmacklich aufkommen lässt. Wie wäre es mit einer Erzählrunde „Mein schönstes Ferienerlebnis“? Ältere Kinder und natürlich auch Erwachsene können in einem Spiel à la Stadt-Land-Fluss die Ferienzeit noch einmal aufleben lassen, indem es Felder gibt für: Lieblingsbeschäftigung, Buch/Film, Ausflug usw.  Und natürlich auch der Klassiker: eine Fotocollage mit Urlaubsbildern, die für alle gut sichtbar aufgehängt wird.

Unseren hochsensiblen Anteil und natürlich auch jenen unserer Kinder beschäftigt         die bevorstehende Übergangszeit. Was erwartet mich? Wird das gut gehen? Kann ich das? Macht Euch bitte immer bewusst, dass die kommenden Wochen eine im wahrsten Wortsinn hoch-sensible Zeit sind, die Kindern und Jugendlichen viel Energie abverlangt. Wir Erwachsenen haben uns idealerweise ein Erfahrungswissen erworben, wie wir gut für uns sorgend die Herausforderungen des Alltags annehmen können. Und ja, auch das kann ganz schön kräftezehrend sein.

In diesen Tagen braucht es eine gehörige Portion Mut zum „einfach Machen“. Im doppelten Wortsinn: dem Gedankenkarussell ein klares STOPP-Signal setzen und einen Schritt nach dem anderen gehen – jeden Tag nacheinander bewältigen. Und wir überfrachten die Tage nicht, sondern sorgen dafür, dass all die vielen Eindrücke, die in solch einer Zeit des Übergangs wirken, ihren Raum bekommen.

Ich wünsche allen ein gutes Ankommen und viel Mut!

Eure Eva Schaber